Ablauf beim Augenlasern – von der Recherche bis zur Nachsorge

Möchten Sie Ihre Augen lasern lassen, um künftig auf eine Sehhilfe zu verzichten zu können? Sind Sie noch unsicher, ob eine Augenlaser-Operation das Richtige für Sie ist? In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen mehr über den Ablauf der Operation, aber auch der Vor- und Nachsorge verraten, um Ihnen ein Gefühl für die Behandlung zu geben. So erkennen Sie schnell, ob das Augenlasern für Sie das Richtige ist.

Der Ablauf der Augenlaser-Operation unterscheidet sich je nach Methode.

Der Ablauf der Augenlaser-Operation unterscheidet sich je nach Methode. © Robert Przybysz / fotolia

Die Recherche – welche Augenlaser-Methode ist für Sie am besten?

Noch ehe Sie sich dazu entschließen, eine Voruntersuchung Ihrer Augen durchführen zu lassen, können Sie sich auf unserem unabhängigen Ratgeber-Portal über die verschiedenen Methoden informieren, mit der sich eine Fehlsichtigkeit korrigieren lässt. Je nachdem, ob es sich bei Ihnen um eine

kommen verschiedene Augenlaser-Methoden zum Einsatz. Während der Recherche können Sie (beispielsweise über diesen Vergleich) herausfinden, welche Behandlungsmethode in Ihrem Fall und auch finanziell gesehen am besten geeignet ist.

Die Voruntersuchung – ist eine Augenlaser-OP überhaupt möglich?

Nach der Recherche sollten Sie sich im Bestfall für eine Behandlungsmethode entschieden haben – oder zumindest grob ein paar Methoden in die engere Auswahl genommen haben. Nun geht es um die Suche nach einer passenden Augenklinik, bei der Sie eine Voruntersuchung durchführen lassen können. Ob

In vielen Städten Deutschlands (aber auch im Ausland, beispielsweise in Istanbul) gibt es Augenlaserzentren, die sich auf die Behandlung per Laser spezialisiert haben.

Haben Sie eine passende Augenlaserklinik gefunden, die Ihren Anforderungen entspricht, vereinbaren Sie in der Regel einen Termin für eine Voruntersuchung. Bei dieser Untersuchung wird geklärt, ob eine Augenlaserbehandlung überhaupt möglich ist.

Wichtig: Obwohl das Augenlasern heutzutage zum Standard gehört, handelt es sich dennoch um einen medizinischen Eingriff. Das bedeutet, dass trotz aller Erfahrung gewisse Risiken bestehen, über die Sie sich auf unserer Risiko-Unterseite näher informieren können.

Bei der Vorabuntersuchung wird bestimmt, ob einer medizinischen Operation nichts im Wege steht. Das bedeutet, dass der behandelnde Arzt vor der OP eventuelle Kontraindikationen ausschließen muss.

Faktoren im Gespräch

Es gibt gewisse Aspekte und Situationen, die eine Augenlaserbehandlung ausschließen würden, unter anderem

  • wenn Sie schwanger sind
  • wenn Sie noch unter 18 Jahre alt sind
  • gewisse Krankheiten

Bei Schwangeren wird von einer Augenlaseroperation in der Regel aufgrund des Risikos abgeraten. Bei unter 18-jährigen liegt es dagegen eher daran, dass das Wachstum der Augen in diesem Alter noch nicht abgeschlossen ist.

Als Schwangere sollten Sie auf eine Augenlaser-OP verzichten.

Als Schwangere sollten Sie auf eine Augenlaser-OP verzichten. © Augustino / fotolia

In Bezug auf die Krankheiten sind Augenlaser-OPs zu vermeiden, wenn Sie beispielsweise

  • am Grauer Star
  • an Rheuma
  • Netzhautschäden
  • oder an Hornhauterkrankungen

leiden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine bestimmte Erkrankung oder Problematik Ihrerseits gegen eine Laseroperation spricht, können Sie dies ebenfalls während der Voruntersuchung zur Sprache bringen.

Da Sie noch nicht wissen, ob es nach der Voruntersuchung überhaupt zu einer Augenlaser-Behandlung kommt oder nicht, bieten viele Augenlaserkliniken diese Vorabuntersuchung vollkommen kostenlos an. So können Sie sich erst bei uns und anschließend während der Vorabuntersuchung über die Methoden und den Ablauf informieren.

Das Beratungsgespräch – nun wird es ernst

Wenn bei der Voruntersuchung einer Augenlaserbehandlung nichts gegen eine Operation spricht und diese bei Ihnen durchgeführt werden kann, kommt es im nächsten Schritt zum Beratungsgespräch.

Auch in diesem Gespräch können Sie alle aufkommenden Fragen an den behandelnden Arzt stellen. Vor allem für das Gefühl der Sicherheit sind Beratungsgespräche sehr nützlich.

Kleiner Tipp – Informationsveranstaltung besuchen

Falls Sie noch kein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen wollen, bieten viele Kliniken auch sogenannte Informationsabende für Augenlaserbehandlungen an. So können Sie sich unverbindlich und anonym über die Klinik und Methoden informieren. In der Regel sind diese Veranstaltungen kostenlos, allerdings gelegentlich mit einer Anmeldung versehen, damit der Raum am Ende genügend Platz für alle Interessenten bietet.

Während dieser Informationsveranstaltung referiert meistens ein Arzt der Klinik über das Thema Augenlasern. Er stellt die verschiedenen Fehlsichtigkeiten und Behandlungsmethoden vor, mit denen diese korrigiert werden können.

Während einer Info-Veranstaltung können Sie sich unverbindlich informieren.

Während einer Info-Veranstaltung können Sie sich unverbindlich informieren. © Marco2811 / fotolia

Natürlich geht es bei dieser Infoveranstaltung auch um das Thema Kosten, welches bei einer Augenlaser-OP keinesfalls vernachlässigt werden sollte. Neben den Methoden, den Fehlsichtigkeiten und Kosten kommt der Arzt zudem auf die Risiken, aber auch die Chancen zu sprechen, die eine Operation mit sich bringen kann.

Je nachdem, zu welchem Informationsabend Sie gehen, ist es möglich, dass während der Veranstaltung kleine Kurz-Checks angeboten werden. Hiermit können Sie im Schnelldurchlauf klären lassen, ob eine Augenlaserbehandlung in Ihrem Fall sinnvoll ist. Zwar sind diese kurzen Checks noch lange nicht so umfassend und informativ wie eine Voruntersuchung, geben aber immerhin einen ersten Eindruck, ob eine Behandlung überhaupt infrage kommt.

Der Eingriff – das Lasern der Augen

Nachdem Sie alle Gespräche und Voruntersuchungen absolviert haben, geht es an den eigentlichen Eingriff. Dieser dauert je nach gewählter Behandlungsmethode überhaupt nicht lange und ist teilweise komplett schmerzfrei. Informieren Sie sich auf den Unterseiten zu den Methoden

über die einzelnen Abläufe und erfahren Sie im Detail,

  • wie teuer die Behandlung ist
  • welche Risiken einzelne Methoden mit sich bringen
  • wie lange die Operation dauert
  • und wie der Eingriff genau vorgenommen wird.

Grundlegend lässt sich – übergreifend für alle Methoden – sagen, dass der Patient vor dem Eingriff vorbereitet wird, ebenso die Utensilien und der Computer, bei dem in der Regel die notwendigen Daten eingegeben werden. Auf diese Weise kann die reine Behandlung später zügiger verlaufen, da keine Dateneingabe mehr erfolgen muss.

Die Untersuchung – der erste Blick danach

Direkt nach der Operation findet unmittelbar die erste Untersuchung statt, um herauszufinden, ob bei der OP alles glattgelaufen ist und das Ergebnis den Vorstellungen entspricht.

Auch hier unterscheidet sich die Situation je nach Verfahren. Bei einigen Methoden können Sie schon nach ein paar Minuten relativ gut sehen, bei anderen Methoden dauert es dagegen ein paar Tage, ehe Ihre volle Sehkraft zurückkehrt – jedoch ohne Sehhilfe.

Nach der Operation wirft ein Arzt direkt einen Blick auf Ihre Augen.

Nach der Operation wirft ein Arzt direkt einen Blick auf Ihre Augen. © BillionPhotos.com / fotolia

Wichtig: Direkt nach der Operation sollten Sie auf keinen Fall selbst Auto fahren, egal welche Behandlungsmethode Sie gewählt haben. Organisieren Sie daher immer einen Rücktransport und im Bestfall eine Begleitperson, damit Sie die ersten Minuten und Stunden nach der Operation nicht alleine verbringen.

Die Nachsorge – für eine gute Zukunft

Obwohl die Augenlaserbehandlung abgeschlossen ist, sollten Sie trotzdem nach der OP einige Dinge im Blick behalten. Halten Sie sich hierfür genau an die Anweisung des Arztes, der Ihnen konkrete Termine nennt, an denen Sie zur Nachsorge erscheinen sollten.

Nehmen Sie diese Nachsorge nicht auf die leichte Schulter, um zukünftige Komplikationen zu vermeiden, falls es während des Heilungsprozesses doch zu Schwierigkeiten kam. Wenn diese Probleme erst später entdeckt werden, weil Sie die Nachsorge ausfallen lassen, wäre das sehr negativ.

Unmittelbar nach der Operation gibt Ihnen der behandelnde Arzt die ersten Anweisungen, bei denen es meistens darum geht, die Augen noch ein paar Minuten geschlossen zu halten. Danach sind Sie jedoch auf sich alleine gestellt. Wir empfehlen Ihnen, am ersten Tag nach der Operation Augentropfen zu verwenden, um das Auge feucht zu halten. Tropfen Sie ruhig alle halbe Stunde ein paar Augentropfen in Ihre Augen – so verhindern Sie Narbenbildung und erhalten außerdem ein besseres Gefühl.

Mit Augentropfen beugen Sie nach der OP Komplikationen vor.

Mit Augentropfen beugen Sie nach der OP Komplikationen vor. © alco81 / fotolia

Durch die Augentropfen werden künstliche Tränen erzeugt. Je nachdem, was Ihnen vom Arzt verschrieben wird, kann es auch sein, dass Sie Tropfen erhalten, Sie zugleich entzündungshemmend wirken und den Heilungsprozess noch weiter verbessern.

Die Nachsorge-Termine

Direkt nach der Operation schaut sich der Arzt Ihre Augen zum ersten Mal an. Die nächsten Untersuchungen finden meistens wie folgt statt.

ZeitraumUntersuchung
Einen Tag späterErste Nachuntersuchung
Ca. 7 Tage späterZweite Nachuntersuchung
Ca. einen Monat späterDritte Nachuntersuchung

Wenn es im Verlauf dieser Nachuntersuchungen zu keinerlei Komplikationen kommt, sollten weitere Nachuntersuchungen nicht nötig sein. Generell empfiehlt es sich allerdings, von Zeit zu Zeit zum Augenarzt zu gehen, um die Augen einem regelmäßigen Check zu unterziehen. Sollten Sie nach dem Augenlasern Beschwerden haben, raten wir allerdings dazu, direkt einen Arzt aufzusuchen.

Wie Sie sich nach einer Augenlaser-OP verhalten sollten

Am Tag der OP werden Sie sich unter Umständen noch etwas schlapp fühlen – das ist ganz normal und verschwindet recht schnell. Es ist jedoch ratsam, die Augen die ersten zwei Tage nach der OP nicht so stark anzustrengen. Das bedeutet, dass Sie die Augen nicht zu sehr belasten sollten, indem Sie

  • viel Fernsehschauen
  • viel am Computer lesen
  • viel Auto fahren

und anderen Tätigkeiten nachgehen, bei denen die Augen höhere Leistung erbringen müssen. Wenn Sie per LASIK-Behandlung gelasert wurden, können Sie in der Regel am 3. Tag wieder arbeiten gehen und auch Sport treiben – bei anderen Methoden dauert es unter Umständen etwas länger.

Nach der Operation sollten Sie Ihre Augen noch eine Weile schonen.

Nach der Operation sollten Sie Ihre Augen noch eine Weile schonen. © contrastwerkstatt / fotolia

Fazit zum Augenlaser-Ablauf

Wenn Sie sich für eine Augenlaser-OP entscheiden, haben Sie viele verschiedene Methoden zur Auswahl, die sich unter anderem auch im Ablauf unterscheiden. Generell handelt es sich bei dem Eingriff allerdings für spezialisierte Kliniken um ein Standard-Verfahren, welches relativ geringe Risiken mit sich bringt. Dennoch ist eine gute Vorbereitung das A und O. Informieren Sie sich daher umfassend über die Voraussetzungen für eine OP, die Qualität der ausgesuchten Klinik und die Risiken, die einzelne Methoden mit sich bringen können. So sind Sie bestens für den Ablauf der OP gerüstet und wissen, was während der Behandlung auf Sie zukommen kann.