EPI-LASIK

Wenn Sie sich für die Behebung Ihrer Sehschwäche mittels eines Augenlasers entschieden haben, steht nun eine weitere Frage an: Welches Verfahren soll zum Einsatz kommen? Die unterschiedlichen Laser-Methoden haben nicht nur verschiedene Preise, sondern auch unterschiedliche Risiken. Außerdem spielen die Form und Stärke der eigenen Fehlsichtigkeit auch eine Rolle bei der Auswahl der richtigen Methode. Erfahren Sie in diesem unabhängigen Ratgeber daher alles über die Methode EPI-LASIK. Auf einen Blick finden Sie hier die Vorteile der Behandlungsmethode, aber auch die Risiken von EPI-LASIK. Wir verraten Ihnen, wie die Behandlung abläuft und wann ein guter Zeitpunkt für den Eingriff sein kann. Außerdem erfahren Sie hier, wann dieses Verfahren für Sie nicht infrage kommt.

Augenlaser arbeiten punktgenau. Dennoch gibt es einige unterschiedliche Verfahren mit unterschiedlichen Vorteilen und Nachteilen.

Übersicht über das Augenlaser-Verfahren EPI-LASIK

Mittlerweile gibt es fünf gängige Augenlaser-Verfahren, die in Deutschland und auch im Ausland angewandt werden. Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile. Außerdem ist nicht jede Behandlungsart für jede Art der Fehlsichtigkeit geeignet. Zur Anwendung kommen:

Das Verfahren EPI-LASIK wurde im Jahr 2003 erstmals vorgestellt und ist daher im Vergleich zu anderen Methoden noch sehr jung.

Der Begriff EPI-LASIK steht für Epitheliale Laser in situ Keratomileusi. Die Methode ist eine Kombination aus den Verfahren PRK und LASEK. Das EPI-LASIK-Verfahren ist dem LASEK-Verfahren sehr ähnlich, jedoch ist es schonender für die Augen. Ebenso wie LASEK wird diese Methode komplett schnittfrei durchgeführt.

Vorteile des EPI-LASIK-Verfahrens zum Augenlasern

Das EPI-LASIK-Verfahren ist eine gute Alternative zum LASIK-Verfahren, wenn die Hornhaut zu dünn ist. Während beim LASIK-Verfahren allerdings ein Flap entsteht, da das Hornhautgewebe aufgeschnitten wird, kommt das EPI-LASIK-Verfahren komplett ohne einen solchen invasiven Eingriff aus. Beim EPI-LASIK wird lediglich das Epithel, also das äußerste Deckhäutchen im Auge, vorsichtig beiseitegeschoben. Es kann also nicht zu Problemen mit dem Flap kommen. Außerdem ist EPI-LASIK im Vergleich zu anderen Verfahren ohne Flap das sanfteste Verfahren, in Bezug auf die Schmerzen nach dem Eingriff. Beim LASEK-Verfahren wird das Epithel beispielsweise mit Hilfe einer alkoholischen Lösung vom Auge abgelöst.

komplett schnittfreies entsteht kein Flap
geeignet bei dünner Hornhautsehr gute Ergebnisse
vergleichsweise geringe postoperative Schmerzensehr schonendes Verfahren

Die Risiken und Nachteile des EPI-LASIK-Verfahrens

Bei EPI-LASIK entsteht kein Flap. Die Risiken, die nach einer Operation bestehen, sind daher minimiert. Dennoch entsteht auch bei diesem Eingriff ein Wunddeckel, wenn das Epithel wieder über das Auge geklappt wird. Innerhalb weniger Tage verbindet die Hornhaut sich wieder mit dem Epithel. Bis zur vollständigen Regeneration dauert es allerdings bis zu sechs Wochen. Das Risiko der Vernarbungen ist bei diesem Verfahren jedoch auf ein Minimum reduziert, da es keine Einschnitte gibt.

Nach einer EPI-LASIK-Behandlung kann eine Trübung der Linse auftreten. Die geben sich jedoch mit Hilfe spezieller Augentropfen nach einer gewissen Zeit wieder.

Durch den Lasereingriff können, wie bei anderen Verfahren auch, Lichthöfe im Auge entstehen. Diese Lichthöfe blenden. Außerdem besteht das Risiko einer Überkorrektur oder einer Unterkorrektur. In diesem Falle muss gegebenenfalls ein weiterer Eingriff vorgenommen werden. Dieses Risiko besteht allerdings bei allen Augenlaser-Methoden.

Allgemein ist es nach Augenlaser-Behandlungen möglich, dass die Augen trocken sind. Das ist in den meisten Fällen jedoch ein vorübergehendes Problem und ist im Regelfall mit Augentropfen gut zu regulieren. Augentropfen müssen nach einem Lasereingriff nach dem EPI-LASIK-Verfahren ohnehin regelmäßig genutzt werden.

Nach einem Laser-Eingriff am Auge bekommen zudem einige Patienten Probleme mit der Sicht bei Nacht oder in der Dämmerung. Die Sicht bei schwierigen Lichtverhältnissen kann dann eingeschränkt sein. Allerdings tritt dieses Problem gerade bei Patienten, die das EPI-LASIK-Verfahren in Anspruch genommen haben, sehr selten auf.

Sehr gering ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Epithel nach dem Eingriff in Falten legt. Dann wird ebenfalls eine weitere Operation notwendig.

Wer an einer leichten Kurzsichtigkeit leidet, kann sich mit EPI-LASIK behandeln lassen.

Wann die Augen nicht mit EPI-LASIK behandelt werden sollten

Wer eine EPI-LASIK-Behandlung favorisiert, der sollte bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit der Eingriff auch zum gewünschten Ergebnis führen kann. Der größte Nachteil des EPI-LASIK-Verfahrens ist, dass es nur bei relativ geringen Dioptrien-Bereichen angewendet werden kann.

Ob Sie persönlich auch für das EPI-LASIK-Verfahren geeignet sind, sollten Sie allerdings vorher mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Meist wird Ihr Arzt Ihnen eine Empfehlung für ein Verfahren aussprechen.

Vorbereitung auf die EPI-LASIK-Behandlung

Sollten Sie weiche Kontaktlinsen tragen, dürfen Sie diese etwa drei bis fünf Tage vor der Augenlaserbehandlung nicht mehr einsetzen. Harte Kontaktlinsen sollten mindestens vier Wochen nicht mehr benutzt werden. Außerdem sollten Sie einige Tage vor dem Eingriff komplett auf Augen-Make-Up verzichten.

Wer einen Termin für eine Augenlaserbehandlung hat, sollte schon einige Tage vorher auf Kontaktlinsen verzichten.

Der Ablauf einer Behandlung mit EPI-LASIK

Das Augenlasern nach dem EPI-LASIK-Verfahren dauert nur wenige Minuten. Außerdem wird es ambulant durchgeführt. Ebenso wie bei LASEK wird zunächst das Epithel zur Seite geschoben. Erst dann kann die Fehlsichtigkeit mit einem Laser behandelt werden. Der Eingriff erfolgt in drei Schritten. So sieht der Ablauf aus:

  • Das Epithel wird aufgeklappt:
    Mit einem stumpfen Mikrokeratom wird bei dem EPI-LASIK-Verfahren das oberste Deckhäutchen im Auge beiseitegeschoben. So wird die Operationsfläche auf der Hornhaut sanft freigelegt. Das Mikrokeratom arbeitet bei der Freilegung des Deckhäutchens äußerst genau, da es per Computer gesteuert wird.
  • Einsatz des Augenlasers:
    Sobald die Hornhaut freigelegt ist, wird die Fehlsichtigkeit korrigiert. Dazu wird eine vorher genau berechnete Menge Hornhaut mit Hilfe des Lasers abgetragen. Bei diesem Verfahren kommt meist ein Excimer-Laser zum Einsatz. Dieser wird ebenfalls computergesteuert und kann so punktgenau eingesetzt werden.
  • Das Epithel wird wieder zugeklappt:
    Sobald die Fehlsichtigkeit mittels Laser korrigiert wurde, wird das Epithel wieder zurückgeklappt. Auf dem operierten Auge bleibt es dann als natürlicher Wundschutz. Nach einem LASEK-Eingriff hingegen fehlt das Epithel, da es durch die alkoholische Lösung vom Auge abgelöst und zerstört wird. Zusätzlich setzen viele Ärzte nach der Behandlung noch eine therapeutische Kontaktlinse ein, die eine zusätzliche Schutzfunktion im frisch operierten Auge übernimmt.

Nach der EPI-LASIK-Behandlung

Nach der Augenlaserbehandlung sind die Augen empfindlicher und müssen geschont werden. Bei Sonneneinstrahlung sollten Sie daher eine Sonnenbrille mit 100-prozentigem UV-Schutz tragen. Wichtig ist es auch, die Augentropfen regelmäßig zu nehmen, die nach dem Eingriff verschrieben werden.

Anlaufstellen für EPI-LASIK-Behandlungen in Deutschland

In zahlreichen Städten werden Augenlaser-Behandlungen mittels EPI-LASIK-Methode angeboten. Nachfolgend eine erste Auswahl an Städten, in denen qualifizierte Kliniken zu finden sind.

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