Excimerlaser – Laser zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten

Beim Augenlasern kommt in vielen Fällen ein sogenannter Excimerlaser zum Einsatz. Dieser Laser arbeitet mittels Infrarot-Strahlung, einer niedrigen Temperatur und damit äußerst Präzise. Selbst die kleinsten Korrekturen der Hornhaut sind mit einem Excimerlaser möglich, um dem Patienten ein besseres Seherlebnis zu ermöglichen.

Wofür wird ein Excimerlaser eingesetzt?

In der Augenheilkunde kommt ein Excimerlaser zum Einsatz, um Fehlsichtigkeiten zu korrigieren. Diese Tätigkeit ist im Allgemeinen auch als refraktive Chirurgie bekannt. Mit dem Excimerlaser wird währen der Augenlaser-Operation die Hornhaut bearbeitet. Für den Patienten ist diese Tätigkeit allerdings nicht wahrnehmbar, auch wenn es sich erst einmal beängstigend anhört.

Die Lichtstrahlen, die vom Excimerlaser abgegeben werden, sind jedoch durch die Licht-Wellenlänge nicht sichtbar. Für den Patienten bedeutet dies ein Höchstmaß an Komfort, da der Eingriff schnell geschafft und noch dazu kaum spürbar ist.

Am häufigsten wird der Excimerlaser bei den folgenden Augenlaser-Methoden verwendet:

Die Funktionsweise eines Excimerlasers

Um die Hornhaut neu zu modellieren, ist es nötig, dass der Excimerlaser in die Gewebeschicht der Hornhaut eindringt. Das Eindringen selbst ist jedoch überhaupt nicht spürbar, da es nur um einen winzigen Mikrometer handelt. An Ort und Stelle verdampft der Excimerlaser das entsprechende Gewebe und verändert auf diese Weise die Brechkraft des Auges.

Natürlich findet das Verdampfen der Hornhaut nicht auf gut Glück statt, sondern wird vorab detailliert und absolut punktgenau analysiert und vorbereitet. Der Laser wird perfekt positioniert und individuell an die Augen des Patienten angepasst.

Anschließend trägt der Laser das Gewebe mit einem pulsierenden Laserstrahl ab. Dabei agiert der Laser mit Frequenzen von etwa 100 bis 200 Hz. Für den Patienten ist diese Behandlung nahezu schmerzfrei und auch die Wundheilung ist durch den Excimerlaser deutlich einfacher.

Gut zu wissen: Der Begriff „Excimer“ setzt sich aus „excited dimer“ zusammen. „Excited“ steht dabei für „angeregt“ und „dimer“ steht für den Laserstrahl, bestehend aus zwei Molekülen.

Welche Fehlsichtigkeiten können mittels Excimerlaser behoben werden?

Da das Augenlasern mittels Excimerlaser für die LASIK, Femto-LASIK und PRK zum Einsatz kommen, werden am häufigsten die folgenden Fehlsichtigkeiten mit diesem Laser behoben:

Besonderheit des Excimerlasers: Eye Tracker für eine sekundengenaue Anpassung

Eine große Besonderheit, die der Excimerlaser zu bieten hat, ist das sogenannte Eye Tracking. Bei dieser Funktion ist das System in der Lage, sich auch noch während der Laser-Operation an den Patienten anzupassen. Sollte sich das Auge also während der OP nur geringfügig verändern oder die Position anders ausfallen, so wird der Laser automatisch angepasst und der Lichtstrahl verändert.

Das Ganze geschieht mit einer Reaktionszeit, die geringer als 10 ms ausfällt! Für Patienten bedeutet dieser Eye Tracker ein Höchstmaß an Sicherheit.

Weitere Anwendungsgebiete eines Excimerlasers

Abgesehen davon, dass ein Excimerlaser beim Augenlasern eingesetzt wird, gibt es noch weitere Anwendungsbereiche. Diese sind unter anderem:

  • bei Schuppenflechte
  • bei Neurodermitis
  • beim Handekzem
  • bei Autoimmunkrankheiten
  • bei hellen Narben
  • bei Dehnungsstreifen
  • bei Akne

Durch die Tatsache, dass mit dem Excimerlaser äußerst exakte Schnitte möglich sind, lässt sich der Laserstrahl in vielen Bereichen gleichermaßen erfolgreich einsetzen.

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