Hornhautverkrümmung

Eigentlich sehen Sie alles unscharf, egal ob es weit entfernt oder sehr nah ist? Seit Ihrer Geburt leiden Sie unter einer Hornhautverkrümmung und tragen deshalb seit Jahrzehnten eine Brille oder Kontaktlinsen? Das ist die beliebteste und auch einfachste Behandlungsmethode bei dieser Fehlsichtigkeit.

  • Wollen Sie auch die nächsten Jahrzehnte noch eine Sehhilfe tragen?
  • Stört Sie das Gefühl der Brille auf der Nase schon länger?
  • Suchen Sie nach Alternativen, um Ihre Fehlsichtigkeit zu korrigieren?

Immer mehr Patienten, die unter einer Hornhautverkrümmung leiden, lassen sich mittlerweile die Augen lasern. Sie lockt die Aussicht, dass sie in den meisten Fällen nie wieder eine Sehhilfe tragen müssen – und trotzdem alles scharf sehen.

Was ist eine Hornhautverkrümmung?

Die menschliche Hornhaut im Auge ist eigentlich bei keinem Menschen perfekt, sondern hat leichte Verkrümmungen. Streng genommen haben daher fast alle Menschen auch eine Hornhautverkrümmung, den sogenannten Astigmatismus. Die meisten bemerkten ihn jedoch nie, wenn die Verkrümmung nur sehr leicht ist.

Der Fachbegriff Astigmatismus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Punktlosigkeit“. Eine Hornhausverkrümmung sorgt dafür, dass die horizontal und vertikale in das Auge einfallenden Lichtstrahlen jeweils anders gebrochen werden. So treffen sie nicht in einem Brennpunkt auf der Netzhaut zusammen, vielmehr entstehen zwei Brennlinien. Daher kommt auch der Begriff Stabsichtigkeit für diese häufige Form der Fehlsichtigkeit, die durch die Hornhautverkrümmung hervorgerufen wird.

Ein Sehtest klärt, ob Sie unter Umständen an einer Hornhautverkrümmung leiden.

Ein Sehtest klärt, ob Sie unter Umständen an einer Hornhautverkrümmung leiden. © Sebastian Wolf / fotolia

Leiden auch Sie unter einer Hornhautverkrümmung?

Wer unter der Stabsichtigkeit leidet, der sieht alles leicht bis stark verschwommen, egal ob in der Nähe oder der Ferne. Sollten Sie also nicht scharf sehen, ist es ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen. Der stellt die Fehlsichtigkeit und ihre Intensität mit mehreren Untersuchungen fest.

  • Sehtest: Bei der klassischen Sehstärkenbestimmung bemerkt der Augenarzt eine Hornhautverkrümmung bereits. Auch ein Augenoptiker erkennt diese Fehlsichtigkeit bei dieser klassischen Untersuchung.
  • Objektive Augenglasbestimmung: Es folgt der nächste Test. Sie müssen nur durch das sogenannte Autorefraktometer schauen. Der Augenarzt oder der Optiker messen damit den Brechwert der Augen. Jedes Auge wird einzeln untersucht. Sie müssen dabei nur mit jeweils einem Auge in ein Gerät schauen. Dort sehen Sie ein Bild, oftmals ein Heißluftballon. Der wird mal scharf und mal unscharf dargestellt. Das Auge stellt sich darauf ein, das Gerät misst unterdessen den Brechwert.
  • Subjektive Augenglasbestimmung: Beim nächsten Test wird die Sehstärke bestimmt. Mit Hilfe einer Messbrille müssen Sie den Sehtest wiederholen und Buchstabenreihen oder Symbole erkennen. Der Optiker oder Augenarzt kann verschiedene Einstellungen an der Messbrille vornehmen und ermittelt so den Dioptrien-Wert – und die Stärke und Achslage der Hornhautverkrümmung.

Woher kommt die Hornhautverkrümmung?

Eine Hornhautverkrümmung kann verschiedene Ursachen aufweisen. Diese sind:

  • eine genetische Veranlagung
  • eine Erkrankung
  • oder durch eine Operation

Eine Hornhautverkrümmung ist meist angeboren, kann sich aber auch im Laufe des Lebens erst entwickeln beziehungsweise durch eine Verschlechterung der angeborenen, leichten Verkrümmung der Hornhaut bemerkbar machen. Sie ist im Normalfall keine Erkrankung des Sehapparates, sondern eine Fehlkonstruktion des Auges, ebenso wie die Weitsichtigkeit und die Kurzsichtigkeit. Meist ändert sich die Hornhautverkrümmung nicht oder nur leicht.

Als Sehfehler gilt die Hornhautverkrümmung erst ab 0,5 Dioptrien. Werte, die darunterliegen, gelten als normale Abweichung von der perfekten Form der Hornhaut, die einen Kreis bilden sollte.

Es gibt auch seltenere Formen der Hornhautverkrümmung, die durch Krankheiten der Hornhaut ausgelöst werden können oder durch Operationen am Auge – beispielsweise bei schielenden Patienten. Gerade der Astigmatismus durch Krankheit oder Operation kann sehr stark verlaufen und einen Eingriff nötig machen – etwa durch eine Operation oder weniger invasiv durch eine Augenlaser-OP.

Auch weil der Astigmatismus häufig von Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit begleitet wird, kann sich die Sehschwäche im Laufe der Jahre stetig weiter verschlechtern. Es werden dann immer neue, stärkere Sehhilfen fällig. Eine Augenlaser-OP ist ein einmaliger Eingriff mit einmaligen Kosten. Und er wird in immer mehr deutschen Städten angeboten.

Mögliche Behandlungen der Hornhautverkrümmung

Um eine Hornhautverkrümmung zu behandeln, stehen Ihnen mehrere Methoden zur Verfügung – unter anderem auch das einfache Tragen einer Brille, um zumindest den Seheffekt wiederherzustellen. Wenn Sie allerdings nachhaltig und zukünftig eine Lösung suchen, ist vor allem eine Augenlaser-OP in dieser Situation ratsam und effektiv.

  • Brille:
    Die Brille ist eine gängige Form der Korrektur einer Hornhautverkrümmung. Der Sehfehler wird mit sogenannten torischen Linsen ausgeglichen. Diese Zylindergläser haben zwei unterschiedliche Brechwerte. So kann sie das einfallende Licht bündeln und auf der Netzhaut im Auge scharf auf einem Punkt abbilden. Eine Brille kann in der Regel jeder tragen. Sie ist auf den ersten Blick kostengünstig, wird teilweise sogar von Krankenkassen oder Zusatzversicherungen bezahlt. Wenn Sie jedoch eine Brille als störend empfinden oder sie nach jahrelangem Tragen dieser Sehhilfe einfach etwas Neues ausprobieren möchten, kann es schnell sein, dass sie nach einer guten Alternative zur Brille suchen möchten. Außerdem wirken Brillen nur auf den ersten Blick preiswert, da sich die Kosten im Verlauf der Jahrzehnte schnell summieren können.
  • Kontaktlinsen:
    Eine Hornhautverkrümmung kann auch mit Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Dafür werden aber verschiedene weitere Messdaten nötig, etwa die Brechkraft des Auges und die detaillierte Oberflächenform der Hornhaut. Die Kontaktlinse wird dann an die Hornhaut angepasst. Ist der Sehfehler stärker ausgeprägt, können auch Kontaktlinsen mit torischen Linsen zum Einsatz kommen. Aber nicht jedes Auge eignet sich für das dauerhafte Tragen von Kontaktlinsen. Auch mögen manche Menschen das Gefühl von Kontaktlinsen im Auge einfach nicht oder möchten schlichtweg nicht täglich die Sehhilfen einsetzen und wieder heraussetzen, gut reinigen und pflegen – und regelmäßig neu kaufen.
  • Operation:
    Bei einem starken Astigmatismus ist es möglich, dass Sie Ihren Sehfehler durch eine Operation ausgleichen lassen. Dann wird etwa eine neue, weniger gekrümmte Hornhaut, in das Auge implantiert. Das eignet sich aber nur bei einer starken Einschränkung der Sehfähigkeit durch die Hornhautverkrümmung. Denn ein operativer Eingriff dieser Art sollte immer die letzte Möglichkeit sein.
  • Augenlasern:
    Wer keine Sehhilfe mehr tragen möchte, kann sich auch über eine Augenlaser-OP Gedanken machen. Wer seine Hornhautverkrümmung mit Hilfe einer Lasertherapie behandeln lässt, hat nur einmal Kosten. Im besten Fall müssen Sie nie wieder eine Sehhilfe tragen, wenn Sie ihre Augen lasern lassen. Diese Alternative zur Brille oder Kontaktlinse ist heute mittlerweile ein Standardeingriff in der Medizin und gar nicht so teuer, wie Sie vielleicht denken. Mehr über die Kosten für eine passende Lasertherapie für Ihre Bedürfnisse erfahren Sie auf dieser Seite.
  • Keine Behandlung:
    Es ist nicht ratsam, eine Hornhautverkrümmung von mehr als 0,5 Dioptrien unbehandelt zu lassen. Denn bei einer falschen Bündelung der Lichtstrahlen auf der Netzhaut versuchen die Ziliarmuskeln im Auge ununterbrochen, das Gesehene scharf zu stellen. Diese Muskeln gehören zur mittleren Augenhaut und halten die Linse. Durch die ständige Akkommodation können Kopfschmerzen entstehen. Außerdem können Sie dadurch sehr müde werden oder anfangen zu schielen. Hinzu kommt, dass die Sehfähigkeit, etwa für den Erwerb eines Führerscheins oder auch für viele Berufe, nicht eingeschränkt sein darf. Eine Sehhilfe oder eine Korrektur der Sehfähigkeit wäre dann also zwingend nötig. Eine nur leichte Fehlsichtigkeit hingegen können die Ziliarmuskeln ohne Probleme ausgleichen.

Augen lasern lassen bei einer Hornhautverkrümmung?

Ob Sie sich einem Eingriff unterziehen wollen und Ihre Augen lasern lassen, müssen Sie selbstverständlich für sich entscheiden. Für viele Menschen ist dies bei einer Hornhauverkrümmung oder anderen Fehlsichtigkeiten genau das Richtige, um zukünftig wieder (oder überhaupt) ohne Unterstützung einer Sehhilfe scharf sehen zu können.

Es gibt viele Maßnahmen für Brillenträger, die unter einer Hornhautverkrümmung leiden. © PhotographyByMK / fotolia

Verständlich ist es natürlich, vor einem Eingriff Zweifel und viele offene Fragen zu haben. Das können wir nachvollziehen. Es gibt vor einem Eingriff einige Detail zu beachten, über die Sie sich nachfolgend informieren können.

Verschiedene Laser-Methoden

Für das Korrigieren einer Hornhautverkrümmung mittels Lasertechnik gibt es einige verschiedene Methoden auf dem Markt. Welche Methode die richtige für Sie ist, hängt allerdings nicht von den Kosten ab, sondern auch von den Dioptrien-Werten. Alle Informationen zu den jeweiligen Verfahren für Augenlaser-OPs gibt es auf den folgenden Unterseiten:

Egal ob bei 3 oder 10 Dioptrien: Mit einem dieser Laser-Verfahren können Sie sich auf eine Zukunft ohne Sehhilfe einstellen – mit scharfen Aussichten.

Hornhautverkrümmung FAQ – Weitere nützliche Fragen und Antworten

  • Verändert sich die Hornhautverkrümmung nach der Behandlung?
    Eine Augenlaser-Behandlung der Hornhautverkrümmung, ohne dass diese Verkrümmung danach in irgendeiner Form verändert wäre, würde wenig Sinn ergeben. Aus diesem Grund gibt es natürlich Veränderungen, wenn die Hornhautverkrümmung früh genug erkannt wird, kann sie auch vollständig gelöst werden. Gerade bei Kindern sollte daher möglichst frühzeitig darauf geachtet werden, eventuelle Fehlsichtigkeiten und Probleme mit den Augen medizinisch überprüfen zu lassen.
  • Kontaktlinsen bei der Hornhautverkrümmung möglich?
    Ja, mit einer Hornhautverkrümmung können Sie Kontaktlinsen tragen. Dabei handelt es sich aber nicht um normale Kontaktlinsen, mit denen sich die Kurz- oder Weitsichtigkeit ausgleichen lässt. Stattdessen handelt es sich um flexible oder auch torische Kontaktlinsen, mit denen die Hornhautverkrümmung auch ohne Laser-OP ausgeglichen werden kann. Bei besonders starken Problemen kann es jedoch sein, dass Kontaktlinsen oder sogar Brillen nicht getragen werden können, sodass eine refraktive Operation unumgänglich wäre.
  • Hornhautverkrümmung mittels Augenlaser korrigieren oder nicht?
    Ob Sie die Hornhautverkrümmung korrigieren lassen sollen oder nicht, hängt einzig und alleine von Ihnen ab. Fakt ist, dass es sich – zumindest bei einer Laser-Behandlung – um einen operativen Eingriff handelt. Dieser geht mit hohen Chancen, aber auch mit gewissen Risiken einher. Natürlich lassen sich diese Risiken bereits im Vorfeld kalkulieren und mit einer guten Klinik ebenso minimieren. Dennoch kann es passieren, dass die Behandlung nicht ohne Nachwirkungen auskommt. Im anderen Fall dürfen Sie sich aber – ganz ohne Brille oder Kontaktlinsen – zukünftig über eine Sehschärfe und keine weiteren Augenprobleme freuen, wenn Sie die Hornhautverkrümmung haben korrigieren lassen.
  • Hornhautverkrümmung Wert bei Brille ermitteln
    Wenn Sie bereits eine Brille wegen einer Hornhautverkrümmung tragen, dann sind in Ihrem Brillenpass gewisse Werte eingetragen. Doch was bedeuten diese Brillenwerte eigentlich? Angegeben werden im Pass die Werte

    • Sph = Sphäre: wird in Dioptrien angegeben
    • A = Achse: wird ebenfalls in Dioptrien angegeben
    • Cyl = Zylinder: wird in Grad angegeben

    Durch diese Werte kann ermittelt werden, wie Ihre Hornhautverkrümmung beschaffen ist. Welches Auge ist betroffen und in welche Richtung und in welchem Grad ist die Hornhaut verkrümmt? Außerdem wird auf dem Brillenpass angegeben, welche Dioptrien-Zahl weniger oder zusätzlich benötigt wird.

  • Laserbehandlung bei Hornhautkorrektur
    Ehe eine Laserbehandlung bei einer Hornhautverkrümmung durchgeführt werden kann, wird zuvor eine topografische Untersuchung durchgeführt. Diese können Sie sich wie eine Landkarte vorstellen, auf der gewisse Unregelmäßigkeiten Ihrer Hornhaut dokumentiert werden. Somit können auch einzelne Stadien und Fehlstellungen erkannt werden, da sich auch die Hornhautverkrümmung in verschiedene Varianten unterteilt. Dabei kann die Hornhautverkrümmung (auch als Stabsichtigkeit oder Astigmatismus bekannt) alleine behandelt werden, oder (da dies häufig auftritt) in Kombination mit der Weit- oder Kurzsichtigkeit.

    Übrigens muss nicht jede Hornhautverkrümmung auch behandelt werden – schon gar nicht mit einem Laser. Wenn es sich nur um eine geringe Verkrümmung handelt und Sie überhaupt keine oder nur geringe Einschränkungen im Sehvermögen wahrnehmen, ist eine Korrektur nicht unbedingt nötig. Wenn die Einschränkungen allerdings stärker sind, können Sie über eine Laserbehandlung zur Korrektur der Hornhaut nachdenken. Zwar ist die Hornhaut nach diesem Eingriff dünner (da der Laser die Unregelmäßigkeiten entfernt/abträgt), aber dafür ist sie nun auch gleichmäßig, sodass das Licht auf die richtige Weise gebrochen und die Sehschwäche damit korrigiert wird.

  • Woher kommt die Hornhautverkrümmung?
    Wenn die Hornhaut in Ihrem Auge „oval gezogen“ ist, dann können die Lichtstrahlen, die ins Auge einfallen, nicht korrekt gebrochen werden. Für Sie bedeutet das, dass Sie möglicherweise eine etwas verzerrte Sicht haben oder gewisse Punkte (z.B. einen Kreis) eher als Ellipse oder als Stab wahrnehmen. Unter Umständen kann die Ursache für eine Hornhautverkrümmung auch in einer Augenverletzung oder einer Linsen-Verkrümmung herrühren.
  • Was kostet das Augenlasern der Hornhautverkrümmung?
    Die Kosten für eine Laserbehandlung – sei es bei der Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, der Hornhautverkrümmung oder Kombinationen – sind nicht pauschal anzugeben. Es kommt immer auf Ihren individuellen Einzelfall, Ihre Dioptrien-Stärke und auch auf die gewählte Methode an. Pro Auge kann es jedoch gut und gerne sein, dass Sie mit Kosten ab 800 Euro kalkulieren müssen – teilweise gehen die Behandlungskosten für eine Laser-OP bei Hornhautverkrümmung aber auch bis zu 2.500 Euro hoch. Natürlich ist das erst einmal viel Geld, zumal Sie unter Umständen beide Augen behandeln müssen, doch auch regelmäßig neue Brillen sowie Kontaktlinsen verschlingen Jahr für Jahr weitere Gelder. Häufig bieten die professionellen und seriösen Augenlaserzentren und Kliniken auch Finanzierungsmöglichkeiten an. Hierzu mehr unter „Kosten„.
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 Bewertungen, Durchschnitt: 4,67 von 5)
Loading...